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Z U S A M M E N F A S S U N G D E S J A H R E S B E R I C H T S 2 0 1 5

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Stärkung der aufsichtlichen Konvergenz

und Sicherstellung der konsistenten

Durchführung von Aufsichts- und

Regulierungsmaßnahmen in der EU

Zwei wichtige Bereiche der aufsichtlichen Konver-

genzarbeit waren 2015 „Säule 2“, imHinblick auf das

erwartete Datum der Umsetzung der EBA-Leitlinien

über gemeinsame Methoden für den aufsichtlichen

Überprüfungs- und Bewertungsprozess (SREP) am

1. Januar 2016 und die „Sanierungsplanung“, in An-

betracht des Inkrafttretens der Richtlinie über die

Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten am

Anfang des Jahres sowie die Anforderungen an Auf-

sichtskollegien.

Die Arbeit der EBA in Bezug auf die aufsichtliche

Konvergenz wurde durch die Bewertung der auf-

sichtlichen Praxis, die Erarbeitung aufsichtlicher

Maßnahmen sowie das Schulungsprogramm der

EBA entwickelt.

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Bewertung der aufsichtlichen Praxis: Die EBA

legte den Schwerpunkt ihrer Anstrengungen auf

die Erarbeitung des ersten Jahresberichts über

die aufsichtliche Konvergenz (veröffentlicht im

April 2015) sowie die Bewertung der Funktions-

weise von Aufsichtskollegien und die Konvergenz

bei der Sanierungsplanung.

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Erarbeitung von aufsichtlichen Maßnahmen:

2015 lag der Schwerpunkt der Arbeit der EBA

zur aufsichtlichen Konvergenz auf Themen im

Zusammenhang mit Säule 2, und um Unklarhei-

ten zu beseitigen und ein höheres Maß an Kon-

vergenz zu erreichen, veröffentlichte die EBA

eine Stellungnahme zur Interaktion von Säule 1,

Säule 2 und kombinierten Anforderungen an

Kapitalpuffer sowie zum ausschüttungsfähigen

Höchstbetrag (MDA). Darüber hinaus arbeitet

die EBA derzeit im Zusammenhang mit Säule 2

an der Entwicklung von Strategien in Bezug auf

Risiken in der Informations- und Kommunikati-

onstechnologie (IKT); das Ergebnis wird in den

aufsichtlichen Überprüfungs- und Bewertungs-

prozess der EBA einfließen. Schließlich erarbeitet

die EBA auch Maßnahmen zu vereinfachten Ver-

pflichtungen zur Sanierungsplanung gemäß der

Richtlinie über die Sanierung und Abwicklung von

Kreditinstituten.

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Das Schulungsprogramm der EBA: 2015 führte

die EBA 24 Schulungsprogramme für Mitarbeiter

zuständiger Behörden durch; dieser Rekordwert

stellte einen Zuwachs um 41 % gegenüber der

Schulungszahl des Vorjahres dar und kam mehr

als 1 000 Teilnehmern zugute. Die Schulungen

der EBA im Jahr 2015 umfassten 16 sektorale

Schulungsprogramme, von denen zwei in sektor­

übergreifender Zusammenarbeit mit der EIOPA

durchgeführt wurden und fünf der Vermittlung

von persönlichen Kompetenzen dienten. Ins-

gesamt nahmen 2015 1 018 Teilnehmer an den

EBA-Schulungsprogrammen teil; einige Kandi-

daten wurden in Wartelisten eingetragen, da ei-

nige Schulungen ausgebucht waren.

Identifizierung, Analyse und Erörterung

zentraler Risiken im EU-Bankensektor

Im Rahmen der Bewertung der Risiken und

Schwachstellen des Bankensystems in der EU er-

arbeitete die EBA auch 2015 zweimal jährlich ihren

Bericht über die Risikobewertung. Der Bericht bie-

tet einen Risikoausblick auf der Grundlage von Auf-

sichts- und Marktdaten sowie Marktinformationen.

Die Risikosteuerpulte der EBA bilden eine weitere

Komponente der regelmäßigen Risikobewertung,

die quartalsweise von der EBA durchgeführt wird;

sie fließen in den Bericht über die Risikobewertung

ein. Auf der Grundlage der Entwicklung einer Reihe

zentraler Risikokennzahlen sind in ihnen die haupt-

sächlichen Risiken und Schwachstellen im Banken-

sektor zusammengefasst. Mithilfe einer erweiterten

Liste von berichtenden Instituten sowie einer erhöh-

ten Zahl von Risikokennzahlen konnte die EBA die

Risikosteuerpulte 2015 wesentlich verbessern.

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Abbildung 2:

Aufsichtliche Schwerpunktthemen 2015

KREDITRISIKO UND

AKTIVA-QUALITÄT

VERGÜTUNG

EIGENKAPITALPOSITION

AUFSICHTLICHER

VERGLEICH

EINFLUSS

GEOPOLITISCHER

RISIKEN

VERHALTENSRISIKO

IT-RISIKO UND DATENQUALITÄT

SCHWERPUNKTTHEMEN