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Z U S A M M E N F A S S U N G D E S J A H R E S B E R I C H T S 2 0 1 5

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Der Gemeinsame Ausschuss konnte 2015 wesent-

liche Fortschritte erzielen, insbesondere bei der

sektorübergreifenden Risikobewertung sowie bei

der Erweiterung des einheitlichen Regelwerks um

Produkte zur Zuordnung von Bonitätsbeurteilungs-

kategorien zu Bonitätsstufen („Mapping“), Verbrie-

fung und Geldwäschebekämpfung.

Zwei sektorübergreifende Berichte über Risiken

und Schwachstellen boten einen effektiven Über-

blick über die hauptsächlichen sektorübergreifen-

den Risiken, die im Finanzsystem der EU identifi-

ziert wurden. Das schwache Wirtschaftswachstum

in der EU, die niedrigen Zinsen, die hohe Volatilität

der Finanzmärkte, die sinkende strukturelle Liqui-

dität auf dem Markt sowie die niedrige Rentabilität

von Finanzinstituten wurden in dem Bericht als we-

sentliche Ursachen genannt.

Infolge der Regelungskompetenz der Europäischen

Aufsichtsbehörden gemäß der neuen 4. Geldwä-

scherichtlinie sowie der Geldwäscheverordnung

wurden Konsultationen zu Leitlinien zur risikoba-

sierten Aufsicht zwecks Bekämpfung der Geldwä-

sche und der Terrorismusfinanzierung sowie zu

Leitlinien für vereinfachte und erweiterte Kunden-

sorgfaltspflichten eingeleitet.

Darüber hinaus waren Mitarbeiter der EBA in meh-

rere Projekte des ESRB eingebunden, u. a in Projek-

te über Stresstests, makroprudenzielle Maßnahmen

und Strategien, strukturelle Marktliquidität und an-

tizyklische Kapitalpuffer. Die wichtigsten Themen-

bereiche, in denen EBA und ESRB 2015 eng mitei-

nander kooperierten, umfassten die Teilnahme an

Expertengruppen zu Immobilien, die gemeinsame

Task Force zu niedrigen Zinsen, Beiträge zum Ab-

schlussbericht über sektorübergreifende Risiken

und die Planung des für 2016 angesetzten EU-wei-

ten Stresstests.